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Fake-Sales im Affiliate Marketing: So erkennst und behandelst du Betrugsbestellungen

Betrugsversuche im E-Commerce sind ärgerlich – aber kein Grund zur Panik. Dieser Guide zeigt dir, wie du Fake-Bestellungen im Affiliate Marketing identifizierst, richtig behandelst und dich effektiv schützt.

Veröffentlicht am 02. November 2025
Erklärungen

Was sind Fake-Sales im Affiliate Marketing?

Fake-Sales sind Bestellungen in deinem Online-Shop, die nie zu einer tatsächlichen Zahlung führen werden. Der Besteller hat von Anfang an keine Kaufabsicht – stattdessen versucht er, sich durch verschiedene Betrugsmaschen zu bereichern.

Wichtig zu verstehen: Eine Fake-Bestellung ist zunächst eine technisch korrekte Bestellung in deinem System. Der entscheidende Unterschied liegt in der fehlenden Zahlungsabsicht des Bestellers.

Typische Merkmale einer Fake-Bestellung

Die Zahlungsmethode ist fast immer Vorkasse/Überweisung – denn hier besteht keine sofortige Zahlungsverpflichtung. Der Betrüger hofft, dass die Ware verschickt wird, bevor der Zahlungseingang geprüft wird.

Wie erkennst du Fake-Bestellungen?

Achte auf diese Warnsignale in eingehenden Bestellungen:

Adressdaten

  • Nicht existierende Adressen (prüfbar via Google Maps oder Kartendienste)
  • Unvollständige oder offensichtlich falsche Adressangaben
  • Kombinationen, die keinen Sinn ergeben (z.B. Straßenname passt nicht zur Postleitzahl)

Warenkorbverhalten

  • Ungewöhnlich hoher Bestellwert – deutlich über dem typischen Warenkorbwert deines Shops
  • Beispiel: Durchschnittlicher Sale 99 €, plötzlich 599 € oder mehr
  • Große Mengen eines Produkts ohne erkennbaren Grund

Personendaten

  • Ungewöhnliche Namen (z.B. offensichtlich generiert oder nicht zur Region passend)
  • Verdächtige E-Mail-Adressen mit:
    • Exotischen Länder-Endungen (.to, .ws, .tk, etc.)
    • Zufälligen Zeichenkombinationen
    • Kostenlos-Anbietern mit schlechtem Ruf

Kombination mehrerer Faktoren

Einzelne Auffälligkeiten sind noch kein Beweis – aber wenn mehrere dieser Signale zusammenkommen, solltest du hellhörig werden.

Richtige Reaktion auf Fake-Bestellungen

Sofortmaßnahmen

1. Bestellung stornieren Storniere die verdächtige Bestellung umgehend in deinem Shop-System. Bei den meisten E-Commerce-Plattformen (Shopify, WooCommerce, Shopware) wird die Stornierung automatisch an Selecdoo übermittelt.

2. Keine Ware versenden Die wichtigste Regel: Versende niemals Ware vor Zahlungseingang bei Vorkasse-Bestellungen. Warte die tatsächliche Gutschrift auf deinem Konto ab.

3. Partner-Meldung bei Selecdoo Wenn die Fake-Bestellung über einen Affiliate-Partner zustande kam, melde den Vorfall an Selecdoo. Das Netzwerk prüft den Fall und ergreift entsprechende Maßnahmen.

Technische Behandlung je nach Shop-Integration

Shop-System-Integration (Shopify, WooCommerce, Shopware):

  • Stornierung im Shop wird automatisch an Selecdoo übermittelt
  • Keine weitere manuelle Aktion in Selecdoo notwendig
  • Keine Provisionszahlung erfolgt

Pixel-Integration oder Custom-Lösung:

  • Bestellung muss manuell im Selecdoo-Dashboard gesucht werden
  • Proaktive Stornierung in Selecdoo erforderlich
  • Dokumentation des Vorgangs empfohlen

Wie behandelt Selecdoo Fake-Bestellungen?

Selecdoo nimmt Betrugsversuche ernst und verfolgt ein mehrstufiges Vorgehen:

Prüfprozess

  • Tiefgreifende Analyse der gemeldeten Bestellung
  • Überprüfung des betroffenen Partners
  • Prüfung auf Muster und Wiederholungstäter

Konsequenzen für Partner

Bei Erstfall oder leichten Verstößen:

  • Verwarnung des Partners
  • Aufnahme auf interne Watchlist
  • Engmaschige Überwachung zukünftiger Aktivitäten

Bei schweren oder wiederholten Verstößen:

  • Komplette Sperrung des Partners im Netzwerk
  • Ggf. rechtliche Schritte in Härtefällen
  • Schutz anderer Shops vor diesem Partner

Präventive Maßnahmen

Selecdoo führt regelmäßige automatisierte Kontrollen durch, um die Partner-Qualität zu sichern und verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen.

Warum werden Fake-Bestellungen aufgegeben?

Betrüger verfolgen verschiedene Ziele – alle basieren auf unrechtmäßiger Bereicherung:

Direkte finanzielle Bereicherung

  • Gratis-Ware erschleichen für Eigennutzung oder Weiterverkauf (z.B. auf eBay)
  • Cashback-Betrug durch Ausnutzung von Cashback-Programmen
  • Provisions-Betrug durch Generierung von Affiliate-Provisionen ohne echte Verkäufe

Schädigung von Wettbewerbern

  • Konkurrenz-Sabotage: Andere Affiliates durch Fake-Sales diskreditieren
  • Shop-Schädigung: Gezielter Versuch, deinem Shop zu schaden (z.B. durch Rückbuchungen)

Fake-Bestellungen gibt es überall – nicht nur im Affiliate Marketing

Wichtig zu wissen: Betrugsversuche sind kein spezifisches Affiliate-Problem. Sie kommen in allen E-Commerce-Kanälen vor:

  • Direkt-Traffic auf deiner Website
  • Bezahlte Werbung (Google Ads, Meta Ads)
  • Social Media Verkäufe
  • Marktplätze (Amazon, eBay)

Die Motivation ist immer die gleiche: Betrüger versuchen, gratis an Ware zu kommen oder sich anderweitig zu bereichern.

Effektiver Schutz vor Fake-Bestellungen

Die wichtigste Schutzmaßnahme

Grundregel: Niemals Ware vor Zahlungseingang versenden

Diese einfache Regel bietet den wirksamsten Schutz gegen Fake-Bestellungen bei Vorkasse. Warte immer die tatsächliche Gutschrift auf deinem Konto ab, bevor du die Bestellung bearbeitest und versendest.

Technische Schutzmaßnahmen

Zahlungsarten intelligent einsetzen:

  • Bei verdächtigen Bestellungen nur sichere Zahlungsarten akzeptieren
  • PayPal, Kreditkarte oder Sofortüberweisung bevorzugen
  • Vorkasse bei Risiko-Konstellationen ausschließen

Bestellprüfung automatisieren:

  • Fraud-Detection-Tools nutzen (z.B. Signifyd, Riskified)
  • Warenkorbwert-Limits für Neukunden einrichten
  • Adressvalidierung implementieren

Manuelle Prüfung bei Auffälligkeiten:

  • Verdächtige Bestellungen manuell prüfen
  • Bei Unsicherheit Kundenkontakt aufnehmen
  • Lieber eine Bestellung mehr prüfen als zu wenig

Selecdoos Schutzmechanismen

Das Affiliate-Netzwerk bietet zusätzlichen Schutz durch:

  • Automatisierte Partner-Qualitätskontrollen
  • Algorithmen zur Betrugserkennung
  • Schnelle Reaktion auf gemeldete Fälle
  • Konsequenzen für betrügerische Partner

Aber: Selecdoo kann nur den Partner-Bereich schützen. Die finale Versandentscheidung liegt bei dir – daher ist die Grundregel "kein Versand vor Zahlungseingang" so wichtig.

Fazit: Fake-Sales sind ärgerlich, aber beherrschbar

Fake-Bestellungen im Affiliate Marketing sind kein Grund zur Panik. Mit den richtigen Erkennungsmerkmalen, konsequenter Stornierung und der goldenen Regel "kein Versand vor Zahlungseingang" kannst du dich effektiv schützen.

Wichtigste Takeaways:

  • Achte auf Warnsignale bei Bestellungen
  • Storniere verdächtige Orders sofort
  • Versende niemals Ware vor Zahlungseingang bei Vorkasse
  • Melde betrügerische Partner an Selecdoo
  • Nutze technische Schutzmaßnahmen

Betrugsversuche sind kein spezifisches Affiliate-Problem, sondern kommen in allen E-Commerce-Kanälen vor. Mit Aufmerksamkeit und den richtigen Prozessen hältst du das Risiko minimal.

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